Weihnachten mit Gruselmasken & Hexen? 13 verrückte Festtags-Traditionen aus aller Welt!

30.11.2018
Kategorien unglaublich

Weihnachten als Fest der Geburt von Jesus Christus wird überall auf der Welt gefeiert. Auf jedem Kontinent der Erde werden die Festtage auf ganz eigene Art und Weise zelebriert. Während es bei uns üblich ist, einen Tannenbaum zu schmücken, Glühwein zu trinken und ein festliches Weihnachtsessen zu verzehren, sieht das in anderen Ländern der Erde komplett anders aus. Dort werden beispielsweise Baumstämme verprügelt, Schuhe geworfen oder Strohziegen abgefackelt. Wir zeigen euch hier die 13 ungewöhnlichsten Weihnachtstraditionen aus aller Welt!
 

1. Dekorierte Palmen (Indien)

In Indien sind nur 2,3% der Bevölkerung Christen, diese feiern aber natürlich auch Weihnachten. Da es in Indien keine Nadelbäume gibt, die man als Weihnachtsbaum benutzen kann, werden dort Bananenpalmen und Mangobäume geschmückt. In Ortschaften mit christlicher Gemeinde findet man im Dezember dekorierte Palmen auf den Straßen – echt eine tolle Idee!

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2. KFC als Festmahl (Japan)

Das traditionelle Weihnachtsessen in Japan besteht nicht aus Truthahn, Kartoffeln und Würstchen oder Raclette – nein, die Japaner bestellen am Heiligen Abend eimerweise Kentucky Fried Chicken! Vor 40 Jahren startete KFC in Japan eine riesige Werbekampagne, um den Hühnchenkonsum an Weihnachten zu steigern: Ein voller Erfolg! KFC ist in Japan zu Weihnachten ein absolutes Muss und muss mehrere Wochen im Voraus bestellt werden, damit es pünktlich geliefert wird.

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3. Der Weihnachtsbaumstamm (Spanien)

In der spanischen Region Katalonien existiert eine ganz besondere Weihnachtstradition: Jedes Kind besitzt dort einen Weihnachtsbaumstamm, der „Tió de Nadal“ genannt wird. Der Baumstamm ist im Inneren hohl, hat vier Beine, trägt eine rote Mütze und ein lächelndes Gesicht. Vom 8. Dezember bis zum 24. Dezember kümmern die Kinder sich um ihren Baumstamm und füttern ihn mit Süßigkeiten. Am Weihnachtsabend ist es dann soweit: Die Kinder prügeln mit einem Holzstock auf den Baumstamm ein und singen dabei Lieder. Der Sinn dahinter? Der Baumstamm soll ihnen Süßigkeiten und Geschenke kacken. Nach der Prügelaktion wird der Stamm üblicherweise in den Kamin geworfen.

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4. Singen in Verkleidung (Neufundland)

Die Insel Neufundland gehört zu Kanada und ist die Heimat einer sehr seltsamen Weihnachtstradition: Gruppen von Freunden oder Familien tragen gruselige Masken und gehen von Haustür zu Haustür, um Weihnachtslieder zu singen. Was für uns komisch klingt, ist in Neufundland eine Geste von Gastfreundschaft!

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5. Saunieren mit toten Familienmitgliedern (Finnland)

In Finnland ist es üblich, dass jeder Haushalt eine eigene Sauna besitzt. An Weihnachten versammelt sich die ganze Familie in der Sauna und genießt die Wärme – aber Achtung! Sauniert wird nur solange, bis die Sonne untergeht, dann müssen alle die Sauna verlassen. Nach Einbruch der Dunkelheit wird die Sauna aber trotzdem befeuert, da die Finnen glauben, dass die Geister ihrer Vorfahren sie dann besuchen.

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6. Die Weihnachtsziege (Schweden)

Viele schwedische Städte stellen jedes Jahr zur Weihnachtszeit eine riesige Ziegenstatue auf, die aus Stroh und roten Bändern besteht. Die sogenannte „Yule Ziege“ existiert als mythologische Figur bereits seit dem 11. Jahrhundert und ist in Schweden sehr bekannt. Die erste Statue aus Stroh dieser Art wurde 1966 aufgestellt, seitdem verbreitet sich dieser Brauch überall im Land. Traditionell wird die große Strohziege am Weihnachtsabend von Vandalen angezündet – obwohl das Niederbrennen der Ziege eigentlich nicht beabsichtigt ist, hat sich diese Weiterführung der Tradition eingeschlichen.

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7. Auf Inlineskates zum Gottesdienst (Venezuela)

In Caracas, der Hauptstadt von Venezuela, ist es üblich, am Morgen des ersten Weihnachtstags mit Inlineskates zur nächsten Kirche zu fahren, um den Weihnachtsgottesdienst zu besuchen. Ab 8 Uhr am Morgen sind die Straßen für Autos gesperrt, sodass man nur noch auf Inlineskates vorankommt. Manche Kinder schlafen sogar in ihren Rollschuhen und achten dabei darauf, dass ein Schnürsenkel aus dem offenen Fenster hängt. Am Morgen werden sie dann von den ersten Skatern draußen geweckt, indem an ihren Schnürsenkeln gezogen wird.

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8. Gebratene Raupen als Delikatesse (Südafrika)

Von wegen Weihnachtsgans mit Rotkohl und Klößen: In Südafrika werden zu Weihnachten gebratene oder frittierte Raupen verspeist. Eine ganz bestimmte Raupenart, die später mal zu einer Motte wird, wird dafür angebraten und lecker gewürzt. Man sagt, dass es Glück bringt, die Raupen zu essen – ob das wohl stimmt?

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9. Spinnweben als Dekoration (Ukraine)

In der Ukraine werden Tannenbäume mit künstlichen Spinnweben geschmückt. Dieser Brauch kommt von einer traditionellen Geschichte, die in der Ukraine sehr bekannt ist: Es soll einmal eine arme Frau gegeben haben, die so arm war, dass sie ihren Weihnachtsbaum nicht schmücken konnte. Der Baum war voller Spinnweben, doch als am ersten Weihnachtsmorgen die Sonne auf den Tannenbaum fiel, wurden die Spinnweben zu Fäden aus Gold und Silber. Aus dieser Legende resultiert der Glaube, dass es Glück bringen soll, an Weihnachten Spinnweben zu sehen.

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10. Der Krampus (Österreich)

In Österreich und rund um die Alpen gibt es den Glauben, dass mystische Wesen namens „Krampus“ existieren. Die furchteinflößenden Monster sollen an Weihnachten unartige Kinder einsammeln und entführen – ein toller Anreiz für alle Kinder, bloß brav zu bleiben!

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11. Schuhe werfen (Tschechische Republik, Slowakei)

Für alle Singles gibt es an Weihnachten in Tschechien und der Slowakei eine lustige Tradition: Sie werfen einen Schuh über ihre Schulter, während sie mit dem Rücken zur Tür stehen. Zeigt die Schuhspitze zur Tür, bedeutet das, dass man bis zum nächsten Weihnachtsfest heiraten wird. Zeigt die Schuhspitze in eine andere Richtung, wird man sich noch gedulden müssen.

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12. La Befana (Italien)

Vergesst das Christkind und den Weihnachtsmann: In Italien bringt eine Hexe namens La Befana Kindern ihre Geschenke! Sie fliegt auf einem Besen und verteilt die Geschenke nicht an Weihnachten, sondern am Tag der Heiligen drei Könige (06. Januar).

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13. Der Weihnachtspudding (Großbritannien)

An Weihnachten wird in Großbritannien der sogenannte „Christmas Pudding“ serviert, eine leckere Süßspeise. Sehr wichtig ist dabei, wie er hergestellt wird: Jedes Familienmitglied muss bei der Zubereitung des Puddings im Uhrzeigersinn umrühren und sich dabei etwas wünschen. Manchmal wird der Puddingmasse eine Münze, ein Ring oder ein Fingerhut beigemischt. Wer beim Essen die Portion erwischt, in der sich der Gegenstand versteckt, soll Reichtum, Liebesglück und Freude bekommen.

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Quellen: hongkiat.com, littlethings.com, holidayextras.co.uk, sfgate.com